Von Plakaten oder Autoteilen zu Masken – Corona macht Firmen kreativ

Der Lockdown im Zuge der Corona-Krise traf viele deutsche Unternehmen wie ein Schock: Von einem Tag auf den anderen gab es für ihre Produkte oder Dienstleistungen keinen Markt mehr und die Umsätze brachen komplett ein. Rasch stellten sich Existenzängste ein – oder man nahm die neue Situation als besondere Herausforderung an und ging ohne langes Zögern neue Wege: So machte es auch das Berliner Familienunternehmen LÜDTKE+KUHN Großbildproduktion.

Stoffmasken statt Plakate

In „normalen“ Zeiten druckt LÜDTKE+KUHN großformatige Bilder und Plakate rund um Events, Messen und Ausstellungen. Im März ist der gesamte Veranstaltungsbereich jedoch vollständig zum Erliegen gekommen – und die Druckstraßen standen still. Aber nur für kurze Zeit: Schließlich eignete sich die Drucktechnik nicht nur für Bilder, sondern auch für die Produktion von hochwertigen Stoffdrucken. Und wo ist bunter Stoff derzeit am meisten gefragt? – Richtig! In der Produktion von Behelfsmasken. Und die Idee für Socialmask war geboren.

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In Corona-Zeiten ist Flexibilität Trumpf

Genauso wie LÜDTKE+KUHN haben viele andere deutsche Unternehmen rasch auf die neue Lage reagiert. Ebenfalls im Bereich Messebau war die Frankfurter Firma „Fair Care!“ bisher unterwegs. Auch deren Geschäftsführer Sven Obert hatte keine Lust, seine Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Von einem Tag auf den anderen stellte er seine Fräse von Holz- auf Plexiglasverarbeitung um und stattet jetzt Apotheken und Arztpraxen, aber auch Autohäuser und Bürgerbüros mit Schutzscheiben aus.

Der bayerische Zulieferbetrieb Zettl Automotive stellt normalerweise Sitzbezüge her. Jetzt produziert die Firma im Auftrag der Landesregierung Atemschutzmasken, die dann an Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen verteilt werden.

Besonders naheliegend ist die Herstellung von Gesichtsmasken für Unternehmen aus dem Textilbereich: Allein der Hemdenfabrikant Eterna aus Passau fertigt in seinem slowakischen Werk täglich bis zu 25.000 Masken. Auch die schwäbische Sport- und Freizeitmarke Trigema produziert jetzt Masken aus einem Baumwolle-Polyester-Mix. Der Brautmodenhersteller Bianco Evento aus Berlin hat seine Produktion so angepasst, dass neben 35.000 Masken bis zu 5.000 Schutzkittel pro Woche die hauseigene Produktion verlassen können. Damit möchte das Unternehmen unter anderem Behörden und verschiedene medizinische Bereiche unterstützen.

Neben Masken und Schutzausrüstung ist Desinfektionsmittel in Corona-Zeiten ein dringend benötigtes Gut: Daher hat sich beispielsweise die Spirituosenmarke Jägermeister dazu entschieden, dem Klinikum Braunschweig zur Herstellung von Desinfektionsmittel 50.000 Liter Alkohol zur Verfügung zu stellen. Auch Klosterfrau Healthcare – die Marke hinter dem traditionsreichen „Melissengeist“ – hat spontan beschlossen, dem Land Nordrhein-Westfalen 100.000 Liter Desinfektionslösung zu liefern.

Hochwertige Produkte statt Notlösungen

Dank der bereits vorhandenen Drucktechnik konnte unser Projekt Socialmask ohne größere Anlaufschwierigkeiten in kürzester Zeit durchstarten. Die Anfragen nahmen rasant zu, so dass wir uns schon bald nach einer Näherei mit größeren Kapazitäten umsehen mussten. Schließlich möchtest du nicht länger als unbedingt nötig auf deine coole Behelfsmaske warten. Eine besondere Freude ist es für uns, dir laufend neue modische Designs präsentieren zu können. Begegne deinen lieben Mitmenschen mit einem lachenden Mund oder bring mit unserer Behelfsmaske mit Musiknoten Schwung in den Alltag. Dein Fernweh stillst du bis zum nächsten Urlaub mit Travel Time oder unserem Holiday Design.